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27.07.2010 20 Tote in Duisburg
OB Sauerland muss zurücktreten - Wolfgang Rabe ist vorläufig seines Dienstes zu entheben
Bei der sog. Loveparade ist die Zahl der Toten am Montag Abend auf 20 angestiegen. Die Frage nach den Verantwortlichen wird immer lauter. In erster Linie sind die Verantwortlichen bei der Stadt Duisburg zu suchen. An erster Stelle der Oberbürgermeister Sauerland, der erst am Samstag Vormittag die ordnungsbehördliche Erlaubnis erteilt hat, nachdem lt. Pres-seberichten noch am Freitag Berufsfeuerwehr und Polizei darauf hingewiesen haben, daß diese Veranstaltung so nicht stattfinden könne. Aufgrund dieser Risiken stellt sich auch die Frage nach der Verantwortung des Sicherheitsdezernenten Wolfgang Rabe.
„Unverantwortlich und unbegreiflich, ein eingezäuntes Gelände für die Love-Parade einzu-planen und einen dunklen Tunnel als einzigen Zugang bereitzuhalten“, sagte Landesvorsitzende Uschi Winkelsett. Schlimmer als das totale Versagen bei der Einschätzung der Lage, ist jedoch die Arroganz des Sicherheitsdezernenten einen Tag nach der Katastrophe, wo er in der Pressekonferenz immer noch vom Fehlverhalten der Besucher spricht. Die Landesvorsitzende NRW, Uschi Winkelsett, selbst Mutter zweier Teilnehmer fordert:
„Herr Rabe muß bis zur Aufklärung aller Umstände, die zum Tod von 20 Menschen, zahllosen verletzten und traumatisierten Teilnehmern geführt haben, im Rahmen eines Disziplinarverfahrens vorläufig seines Dienstes enthoben werden . Oberbürgermeister Sauerland muß die politische Verantwortung übernehmen und zurrücktreten. Duisburg war von Anfang an völlig ungeeignet, der Platz und die gesamte Organisation eine Zumutung. Wer aus Erfahrung weiß, dass über eine Mio. Menschen zu diesem Festival kommen, handelt vorsätzlich, wenn er von 250.000 Teilnehmern (Aussage Rabe in der Pressekonferenz) ausgeht. Wenn sich OB Sauerland, der Chef der Ruhr 2010 GmbH, Fritz Pleitgen aber auch die jetzige Mi-nisterpräsidentin Hannelore Kraft die Bedenken und Warnungen von Expertenseite, wie dem Vorsitzenden der deutschen Polizeigewerkschaft, Reiner Wendt, frühzeitig zu Herzen ge-nommen hätten, würden die Opfer heute noch leben.
Die Ankündigung der Veranstalter, zukünftig keine Love-Parade mehr durchzuführen begrüßen wir - sie ist überflüssig wie ein Kropf.
V.i.S.d.P.: Landesverband NRW, Pressestelle Münster
Pressemitteilung Nr. 337 vom 27.07.2010
7/27/2010
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